|
Die Geburtsminute mit starker Betonung des astrologischen Wasser-Elements hat mich als romantischen und naturreligiösen Menschen geschaffen, mit großem Hang zum lyrischen Poesi- und Liedgut der deutschen Romantik (Ende 18. bis Mitte 19. Jahrhundert). Daher ist beispielsweise das Eichendorff’sche Gedicht und Volkslied “O Täler weit, o Höhen” eines meiner liebsten Lieder, denn es trifft genau das emotionale Bedürfnis meiner Seele:
O Täler weit, o Höhen, O schöner, grüner Wald, Du meiner Lust und Wehen Andächt'ger Aufenthalt. Da draußen, stets betrogen, Haust die geschäft'ge Welt; Schlag noch einmal die Bogen,
Um mich, du grünes Zelt.
Im Walde steht geschrieben Ein stilles, ernstes Wort Vom rechten Tun und Lieben Und was des Menschen Hort. Ich habe treu gelesen Die Worte schlicht und wahr. Und durch mein ganzes Wesen
Wird's unaussprechlich klar.
Bald werd ich dich verlassen, Freund, in die Fremde gehn; Auf buntbewegten Straßen Des Lebens Schauspiel sehn; Und mitten in dem Leben Wird meines Ernst’s Gewalt
Mich Einsamen erheben, So wird mein Herz nicht alt.
Text: Joseph Freiherr von Eichendorff, 1819 (1788-1857) Melodie: Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847)
|